15.03.2004

PLM

EDS stößt Software-Sparte PLM ab

Das IT-Dienstleistungsunternehmen Electronic Data Systems [EDS] hat seine Software-Tochter PLM Solutions an ein Private-Equity-Konsortium verkauft.

Der Verkaufspreis beträgt 2,05 Mrd. USD, teilte das Unternehmen mit. Damit hat EDS einen Preis erzielt, der nicht nur die Erwartungen von CEO Michael Jordan übertroffen hat. Auch Analysten bewerten den Preis angesichts eines PLM-Umsatzes von 897 Mio. USD im Jahr 2003 als "relativ hoch".

EDS plante ursprünglich einen Börsengang für PLM, entschied sich aber schließlich für einen Verkauf an private Bieter.

Der Verkauf von PLM and das Konsortium aus Warburg Pincus, Bain Capital und Silver Lake Partners ist ein wichtiger Schritt bei der Konsolidierung des angeschlagenen IT-Dienstleisters.

Fokus auf IT-Dienstleistungen

"Unser Fokus wird die Stärkung unseres Kerngeschäfts sowie unserer Bilanz sein", erläuterte Jordan den Deal. "Diese Transaktion unterstützt beide Prioritäten und verbessert unsere Wettbewerbsposition", so Jordan weiter.

Bis Ende 2004 will EDS die Nettoschulden auf Null reduziert haben. Auch eine weitere Senkung des Kredit-Ratings soll durch die Finanzspritze verhindert werden.

Das Unternehmen will sich nun auf IT-Dienstleistungen und Business-Process-Outsourcing konzentrieren. In diesem Markt steht EDS in Konkurrenz mit Marktführer IBM und zunehmend auch mit HP.