Karstadt führt Funkchips im Verkauf ein
Die deutsche Einzelhandelskette Karstadt Warenhaus setzt nun in ihren Warenhäusern ebenfalls Funkchips im Verkauf ein.
In der Düsseldorfer Filiale der zum Essener Arcandor-Konzern gehörenden Warenhauskette werden die Funketiketten [Radio Frequency Identification, RFID] seit Montag beim Verkauf von Jeans eingesetzt, gab Karstadt bekannt.
Karstadt-Chef Peter Wolf kündigte an, dass nach der Pilot-Filiale in Düsseldorf im Herbst kommenden Jahres alle Warenhäuser in der Herrenmode-Abteilung mit den Funketiketten ausgestattet werden sollen.
Die RFID-Chips sollen langfristig den Strich-Code ersetzen. Karstadt erhofft sich von der RFID-Technologie Millioneneinsparungen.
Der Datenschutz werde dabei gewahrt: Die Produktdaten würden mit den Kundendaten nicht verknüpft, versicherte das Unternehmen.
TV soll Kassa-Wartezeit verkürzen
Bereits zum Weihnachtsgeschäft sollen mehrere Dutzend Karstadt- Filialen zudem mit bis zu 45 Flachbildschirmen pro Warenhaus ausgestattet werden.
Mit der audiovisuellen "Berieselung" soll die Ansprache der Kunden verbessert, die Zahl der Zusatzkäufe erhöht und die "gefühlte" Wartezeit an den Kassen verkürzt werden. Für sein "Instore TV" gibt Karstadt einen zweistelligen Millionenbetrag aus.
Zur Neuausrichtung der Warenhaus-Gruppe gehöre auch die Neuordnung von fast der Hälfte der insgesamt 1,6 Millionen Quadratmeter Verkaufsfläche.
(dpa)
