Auch EU gegen PeopleSoft-Übernahme
Wie in den USA stößt die geplante Übernahme des US-Softwarekonzerns PeopleSoft durch den heimischen Rivalen und SAP-Konkurrenten Oracle offenbar auch bei den Wettbewerbshütern der Europäischen Union auf Bedenken.
Wie am Mittwoch aus mit dem Fall vertrauten Kreisen verlautete, will die EU-Kommission Oracle eine Liste von Einwänden gegen das Vorhaben schicken. Die Brüsseler Behörde werde ihre Argumente in dieser oder der kommenden Woche im Detail darlegen.
Die europäischen Kartellwächter hatten im Februar nach Erhalt neuer Informationen ihre Prüfung des feindlichen Übernahmeofferts von Oracle im Wert von zuletzt 9,4 Mrd. USD [7,60 Mrd. Euro] wieder aufgenommen. PeopleSoft hat die mehrfach aufgestockten Angebote bisher als zu niedrig abgelehnt.
In den USA hatte das Justizministerium gegen die Übernahmepläne geklagt, weil die Transaktion aus seiner Sicht zu einer wettbewerbsschädlichen Reduzierung der großen Hersteller betriebswirtschaftlicher Software auf zwei von derzeit drei Anbietern führen würde.
US-Kartellbehörde gegen PeopleSoft-Deal
