08.03.2004

UNO-STUDIE

PCs bald "Umweltproblem Nummer eins"

Laut einer Studie der UNO könnten PCs in der Zukunft zum Umweltproblem Nummer eins werden. Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken, sollen nun alle UNO-Mitgliedsstaaten die Herstellung von langlebigeren Computern und das Recycling alter Hardware fördern.

Laut der Studie erfordert die Herstellung eines 24 Kilo schweren Computers inklusive Bildschirm das zehnfache seines Gewichts an Brenn- und Rohstoffen, während ein Auto oder ein Kühlschrank "nur" die doppelte Menge an natürlichen Ressourcen fordern.

Besonderes problematisch seien die Prozessoren, erklärt Rüdiger Kuehr, einer der Autoren der Studie: "Wegen ihrem extrem leichten Gewicht in Relation zu den enormen Mengen Energie und Chemikalien, die man für ihre Herstellung braucht."

130 Millionen Computer jährlich

Bisher haben vor allem europäische Länder Gesetze verabschiedet, die das Recycling von Computern vorsehen. Die US-Regierung hat derzeit noch keine Maßnahmen in dieser Richtung gesetzt.