PCs bald "Umweltproblem Nummer eins"
Laut einer Studie der UNO könnten PCs in der Zukunft zum Umweltproblem Nummer eins werden. Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken, sollen nun alle UNO-Mitgliedsstaaten die Herstellung von langlebigeren Computern und das Recycling alter Hardware fördern.
Laut der Studie erfordert die Herstellung eines 24 Kilo schweren Computers inklusive Bildschirm das zehnfache seines Gewichts an Brenn- und Rohstoffen, während ein Auto oder ein Kühlschrank "nur" die doppelte Menge an natürlichen Ressourcen fordern.
Besonderes problematisch seien die Prozessoren, erklärt Rüdiger Kuehr, einer der Autoren der Studie: "Wegen ihrem extrem leichten Gewicht in Relation zu den enormen Mengen Energie und Chemikalien, die man für ihre Herstellung braucht."
Angeblich landen 80 Prozent des weltweit jährlich anfallenden Elektronikmülls in Asien und wiederum 90 Prozent davon in China. Und auch wenn diese Zahlen allzu hoch gegriffen klingen, ist die Dimension des Problems für China auf jeden Fall bedrohlich. Das Land will sich jetzt aber mit gesetzlichen Maßnahmen gegen die zunehmende Umweltbelastung zur Wehr setzen.
IT-Schrott bedroht Chinas Umwelt130 Millionen Computer jährlich
Bisher haben vor allem europäische Länder Gesetze verabschiedet, die das Recycling von Computern vorsehen. Die US-Regierung hat derzeit noch keine Maßnahmen in dieser Richtung gesetzt.
In den USA, dem größten Produzenten und Konsumenten von Computern, steigt der Absatz jährlich um zehn Prozent. Weltweit werden rund 130 Millionen Computer jährlich verkauft.
Das Buch zur Studie
