Sony bestätigt Sicherheitsproblem

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03.09.2007

Ein Software-Update soll die Sicherheitslücke bei USB-Sticks mit Fingerabdruck-Scanner schließen.

Der japanische Elektronikkonzern Sony hat ein Sicherheitsproblem mit seinen USB-Sticks mit Fingerabdruck-Scanner der MicroVault-Produktserie bestätigt.

Die Software, die die Sicherheitslücke ermögliche, sei von einem Zulieferer entwickelt worden. Eine überarbeitete Version der Software, die das Sicherheitsproblem beseitigt, soll laut Sony Mitte September zum Download angeboten werden.

Nur geringe Stückzahlen verkauft

Ein Sony-Sprecher sagte gegenüber der BBC, das Problem werde sehr ernstgenommen. Eine interne Untersuchung laufe. Es seien jedoch nur geringe Stückzahlen der USB-Sticks verkauft worden. Mittlerweile werden die Speichersticks mit Fingerabdruck-Scanner von Sony nicht mehr ausgeliefert.

Verstecktes Verzeichnis

Die Sicherheitslücke für Windows-Computer war vergangene Woche vom Anti-Virensoftware-Hersteller F-Secure aufgedeckt worden.

Dabei installiert die Sony-Software den Treiber für den Stick in einem versteckten Windows-Verzeichnis, vermutlich um die Fingerabdruckdaten zu schützen. In diesem Verzeichnis, so F-Secure, ließe sich jedoch auch Schadsoftware verbergen.