03.03.2004

EBBERS

Ex-WorldCom-Chef sieht sich schuldlos

Der wegen Wertpapierbetrugs angeklagte ehemalige Konzernchef des US-Telekomkonzerns WorldCom, Bernard Ebbers, hat sich am Mittwoch in einem New Yorker Gericht für nicht schuldig bekannt.

Der ehemalige WorldCom-Finanzchef Scott D. Sullivan hat sich am Tag zuvor zu den gleichen Vorwürfen schuldig bekannt. Er kooperiert inzwischen mit der Staatsanwaltschaft. Dies ebnete den Weg für die Klage gegen seinen Ex-Boss Ebbers. Sullivan drohen bis zu 25 Jahre Gefängnis.

Ebbers werden vom US-Justizministerium Verschwörung zum Wertpapierbetrug, Wertpapierbetrug und Falschangaben gegenüber Aufsichtsbehörden vorgeworfen.

Die Bilanzfälschungen sollen von September 2000 bis Juni 2002 gelaufen sein.

Verlorenes Vermögen

Die WorldCom-Aktien, die zeitweise einen Gesamtwert von mehr als 180 Mrd. USD [148 Mrd. Euro] gehabt hatten, sind inzwischen fast wertlos, 20.000 Mitarbeiter wurden gekündigt.

Ebbers hatte WorldCom durch dutzende Firmenaufkäufe von einer winzigen Telefongesellschaft zum zweitgrößten US- Ferngesprächsunternehmen nach AT&T gemacht.

Der 62-Jährige war dank des zeitweisen Höhenflugs der WorldCom-Aktien selbst reich geworden, hat sein Vermögen inzwischen aber fast völlig verloren.