Einigung bei TA-Universaldienst-Forderung
Im jahrelangen Streit um Forderungen aus der Universaldienstverordnung zwischen Telekom Austria [TA] und den alternativen Betreibern ist nun eine Einigung in Sicht.
Der Streitwert sollen allerdings nicht mehr bei den ursprünglich von der TA geforderten 220 Mio. Euro, sondern nur mehr rund 22 Mio. Euro liegen. "Wir verhandeln derzeit mit den Betreibern, eine Einigung ist in Sicht", bestätigte TA-Sprecher Martin Bredl der APA.
Die TA hatte von den fünf Telekombetreibern mobilkom austria, T-Mobile Austria, One, UTA und tele.ring eine Rückvergütung der Kosten für im Rahmen der Universaldienstverordnung erbrachte Leistungen wie beispielsweise den Betrieb von öffentlichen Telefonzellen und die Wartung von Telefonleitungen in entlegenen Gebieten für das Jahr 1999 ursprünglich 220 Mio. Euro gefordert.
Später wurde die Forderung auf 116 Mio. Euro revidiert. Diese Forderung musste dann allerdings auch wieder zurückgezogen werden, da die Berechnungen für die Betreiber und den Telekomregulator nicht nachvollziehbar waren. Darauf hin stellte die TA neue Berechnungen an.
TA überarbeitet Universaldienst-ForderungDer Streitwert liege nur mehr bei einem Viertel bis einem Drittel des ursprünglichen Werts, sagte heute auch tele.ring-Chef Michael Krammer. Die in der Bilanz 2003 dafür getroffenen Rückstellungen habe tele.ring daher teilweise auflösen können, eine Einigung mit der TA sei in den "nächsten Monaten" zu erwarten.
