P.S.K.-Betriebsrat gewinnt Mailkrieg
Der auch vor dem Kadi ausgetragene langjährige Streit zwischen dem P.S.K.-Betriebsratsvorsitzenden Volkmar Harwanegg vor allem mit dem ehemaligen BAWAG-Chef Elsner hat ein neues Gerichtsurteil beschert.
Das Gericht gab in erster Instanz dem Betriebsrat recht.
Demnach hat der Betriebsrat ein Verfahren vor dem Arbeits- und Sozialgericht Wien wegen Zurverfügungstellung der Intranet-Funktion "Mail an alle" in erster Instanz gewonnen, wie die Personalvertretung am Montag mitteilte. Da die P.S.K. aber Berufung erhoben hat, ist das Urteil noch nicht rechtskräftig.
Vorhandene Kommunikationsmöglichkeiten nutzen
Der Betriebsrat zitiert aus der Entscheidungsgrundlage des
Gerichts: "Es muss dem Betriebsrat die Möglichkeit gegeben sein, auf
Grund der vorhandenen technischen Kommunikationsmöglichkeiten sofort
und direkt mit allen Vertretenen in Kontakt zu treten, um so
ungehindert seine Funktion wahrnehmen zu können."
Neue Telekom-Gehälter beschlossenPikante Auseinandersetzungen zwischen der mehrheitlich dem ÖGB gehörenden BAWAG P.S.K und dem eigenen Betriebsrat beschäftigten die Gerichte in den letzten Jahren mehrfach.
In der Gewerkschaft ist auch in der Causa "Mail an alle" von einem "eher ungewöhnlichen Verfahren" die Rede, in Unternehmen vergleichbarer Größe und Infrastruktur seien derartige Auseinandersetzungen der GPA "unbekannt", hieß es am Montag.
Harwanegg selbst sieht sich in dem jetzigen "Mail"-Urteil erster Instanz bestätigt. Die Bank habe ihm seinerzeit untersagt, via Intranetfunktion "Mail an alle" in Mitteilungen an die Beschäftigten die Politik des Vorstands zu kritisieren, so der Betriebsrat. Deshalb habe er - gestützt auf Rechtsgutachten - geklagt.
