"Hubble" belegt Einsteins Berechnungen
Die so genannte "dunkle Energie" könnte die schon von Albert Einstein vorhergesagte "kosmologische Konstante" sein, die das Universum immer weiter auseinander treibt.
Dies erklärten jedenfalls Forscher der US-Raumfahrtbehörde NASA am Freitag unter Bezug auf Messungen mit dem Weltraumteleskop "Hubble". Einzelheiten sollten in der nächsten Ausgabe der Zeitschrift "Astrophysical Journal" vorgestellt werden.
Adam Riess vom Weltraumteleskop-Forschungsinstitut in Baltimore, das die Daten von "Hubble" auswertet, erklärte, sie seien sich jetzt doppelt so sicher wie zuvor, dass Einsteins "kosmologische Konstante" tatsächlich existiert.
Einstein hatte diesen Begriff für eine Energieform geprägt, die der Schwerkraft entgegengesetzt ist und die verhindert, dass das Universum in sich zusammenstürzt. Stattdessen treibt sie Sterne und Galaxien auseinander. Später verwarf Einstein die Vermutungen wieder und bezeichnete sie als seinen größten Fehler.
Hubbble30 Mrd. Jahre Restzeit
Berechnungen haben inzwischen aber ergeben, dass diese Kraft doch existieren könnte, wie sie genau beschaffen ist, ist aber weiter völlig unklar.
Wenn sie immer stärker wird, könnte das Universum eines fernen Tages regelrecht zerrissen werden, lässt sie hingegen an einem Punkt wieder nach, könnte alles wieder in sich zusammenstürzen. Aber auch wenn Einstein falsch gelegen sei, dann sei das Ende des Universums doch mindestens noch 30 Milliarden Jahre entfernt, sagte Riess.
Die NASA hat unlängst einen Reparaturflug zum "Hubble"-Teleskop gestrichen und damit ein frühzeitiges Ende eines der bedeutendsten astronomischen Großinstrumente eingeleitet.
"Hubble"-Teleskop wird aufgegeben
