17.02.2004

30 PROZENT

London-Maut reduziert Individualverkehr

Seit der Einführung der Stauabgabe in der Londoner Innenstadt vor genau einem Jahr gibt es dort ein Drittel weniger Staus.

Mittlerweile seien 30 Prozent weniger Privatleute mit dem Auto im Zentrum unterwegs, sagte Londons Bürgermeister Ken Livingstone am Dienstag, als er nach einem Jahr Innenstadtmaut Bilanz zog.

Da zugleich mehr Busse und Taxis eingesetzt wurden, verringerte sich der Verkehr insgesamt allerdings nur um 18 Prozent.

Der öffentliche Verkehr habe um ein Fünftel zugenommen - allein in der Stoßzeit zwischen 7.00 und 10.00 Uhr seien nun 29.000 Fahrgäste mehr als zuvor mit dem Bus unterwegs.

Täglich 110.000 Autofahrer

Der Bilanz zufolge entrichten täglich im Durchschnitt 110.000 Autofahrer die Gebühr von fünf Pfund [rund 7,5 Euro] für das Befahren des Stadtzentrums. Monatlich werden 165.000 Strafzettel an Autofahrer verteilt, die keine Maut bezahlt haben.

Die Einnahmen aus der Maut bleiben jedoch hinter den Erwartungen zurück, da viele Menschen ihr Auto stehen ließen und auf den öffentlichen Nahverkehr umstiegen.

Statt der geplanten 130 Millionen Pfund hat die Stauabgabe nur 68 Millionen Pfund eingebracht. Die Einnahmen sollen für den Ausbau des Nahverkehrs verwendet werden.