10.02.2004

NEW ECONOMY

Die Websites der IV-Mitglieder

In der Diskussion über den Wert des Internet-Auftritts von Finanzminister Karl-Heinz Grasser hat das "WirtschaftBlatt" bei den Mitgliedern der Industriellenvereinigung [IV] um den Wert ihrer Internet-Auftritte nachgefragt.

Die meisten Firmen zahlen deutlich weniger für eine Homepage als der von ihnen gesponserte Verein zur Förderung der New Economy.

Die Brau Union von Oberösterreichs IV-Präsident Karl Büche etwa ist gerade dabei, im Hinblick auf das Delisting von der Börse den Auftritt um rund 20.000 Euro umzugestalten.

Die IV selbst wollte ihre Kosten nicht nennen. Zu kolportierten Kosten von 40.000 Euro meinte IV-Sprecher Christoph Neumayr : "Damit liegen Sie nicht falsch." Vor zwei, drei Jahren seien die IT-Kosten aber generell höher gelegen, so der Sprecher.

Weitere Kosten

Ähnlich viel wie die Brau Union zahlte der Präsident der Grazer und Vize der Bundes-IV, Werner Tessmar-Pfohl, für die Website der Sattler AG: 22.000 Euro.

Weit unter dem Preis des Webauftritts von Grasser liegen auch die Seiten von Konzernen wie Zumtobel, Frantschach und Rauch. Die Salzburger Aluminium AG von IV-Boss Josef Wöhrer wiederum bekommt für 30.000 Euro auch einen Newsletter und eine Einkaufsplattform.

50.000 Euro hat laut "Presse" die Seite des Finanzministeriums gekostet. Gestaltet wurde sie auch von FirstInEx - also jener Firma die ursprünglich auch den Zuschlag für Grassers Homepage erhalten hatte.