"25.000 Euro für Website zu wenig"
In einer Aussendung wehrt sich der "Verein zur Förderung der New Economy", der hinter Konzeption und Umsetzung der vieldiskutierten Homepage von Finanzminister Karl Heinz Grasser steht, gegen die Vorwürfe, die Ausgaben für die Website seien überhöht.
"Da nur wenige Komponenten des alten Auftragnehmers [FirstInEx, Anm.] übernommen werden konnten, musste in ein neues Design, neue Struktur, neues Redaktionssystem, etc., investiert werden."
Dass es sich bei der Homepage nicht um eine "Werbeplattform" sondern um "Information" handle, ergebe sich aus der Tatsache, dass jeder Interessierte, der zu den angebotenen Informationen kommen wolle, technischen Aufwand und Zeit investieren müsse, so der Verein.
"Der innovative Newsroom" entspreche "der Funktion eines eigenen, kleinen, aber sehr flexiblen Medienhauses."
Entsprechend hätten auch für Fotos, Videos, Fotorechte, Videorecherchen, Texterstellung, Redakteurtätigkeiten, Domaingebühren, Firewalls, Sicherheitsleitungen, Einträge in Suchmaschinen Aufwendungen gemacht werden müssen, so der Verein weiter.
Schau nach bei Google
Zumindest was die Einträge bei Suchmaschinen angeht, so haben
Ausgaben in welcher Höhe auch immer recht wenig bewirkt. Die Eingabe
des vom Finanzminister kreierten Begriffs "Nulldefizit" bringt
keinen Eintrag zum "Medienhaus" karlheinzgrasser.at unter den ersten
zehn gefundenen Seiten, sondern führt u.a. zur "Volksstimme" und zur
Homepage des SPÖ-Abgeordneten Herbert Bösch.
"Nulldefizit" bei GoogleHingegen hat die Eingabe der Begriffskombination "völlige" und "Inkompetenz" momentan zur Folge, dass "Karlheinzgrasser.at" als erster Treffer angezeigt wird.
"Völlige Inkompetenz" bei Google25.000 Euro "ad absurdum"
"Der Vorwurf, mit 25.000 Euro könne eine gleichwertige Website erfunden, kreiert, designed, abgesichert und betrieben werden, ist ... ad absurdum geführt."
Zudem habe die Homepage auch mit den notwendigen Sicherheitsvorkehrungen versehen werden müssen, "um den zahlreichen 'Hackerangriffen' bestmögliche Gegenwehr zu bieten, was seit Start des Projektes mehrmals dringend notwendig war", so die Aussendung.
Der Verein verweist dabei auf die "mehr als 100.000 gefälschten E-Mails vom Juni und Juli 2002".
Neuer "Finanzminister"-Spam im Umlauf
