09.02.2004

DIGITAL

Kodak hofft auf Digicams und Fotohandys

Der Fotohersteller Kodak muss auf den rückläufigen traditionellen analogen Fotomarkt reagieren.

Im Zuge der geplanten Diversifizierung setzt Kodak jetzt auch in Österreich stärker auf die zunehmende Verbreitung von Fotohandys und Digitalkameras sowie auf Medizintechnik und Direct Mailings.

"Wir müssen davon ausgehen, dass die analogen Fotoausarbeitungen künftig weiter zurückgehen und die Talsohle erst 2006 erreicht sein wird", sagte Kodak Österreich-Geschäftsführer Christian Wimmer.

Vor dem Hintergrund des rückläufigen traditionellen Fotomarktes ist die Umsatzleistung von Kodak Österreich 2003 von 73 auf 63 Mio. Euro zurückgegangen, berichtete Wimmer. Man verzeichne aber "gute operative Ergebnisse" und eine "gute Kapitalausstattung".

"Umsatz auf Vorjahresniveau" erwartet

Heuer erwarte Kodak einen "Umsatz auf Vorjahresniveau" oder "leicht darunter". Die zu erwartenden weiteren Rückgänge im traditionellen Fotomarkt und bei Filmen um 13 Prozent werde man aber teilweise durch den verstärkten Absatz von Digitalkameras kompensieren können, hofft Wimmer: "Wir werden heuer 30.000 bis 40.000 Digicams in Österreich absetzen". In diesem Bereich seien allerdings die Margen geringer.

Neue Geschäftsmodelle und damit neue Einkommensquellen ortet Wimmer im wachsenden Markt mit Fotohandys. "Bis 2006 werden 50 Prozent der Österreicher ein gutes Kamerahandy haben", prognostiziert Wimmer. In Kooperation mit Fotohändlern, Mobilfunkbetreibern und Nokia will Kodak in Österreich die Zahl der Stationen für die sofortige Fotoausarbeitung von Digitalkameras oder Fotohandys von derzeit 40 bis 2006 auf 1.200 erhöhen.

In Österreich würden derzeit 400 Mio. Fotos pro Jahr ausgearbeitet, künftig werde diese Zahl auf 300 Mio. sinken. 7 Prozent aller Fotoausarbeitungsaufträge ans Großlabor seien derzeit digital, so Wimmer. Bis 2006 könnte dieser Anteil auf 25 bis 30 Prozent steigen, schätzt Wimmer.