Kampf gegen Spam soll schärfer werden
Zu einem gemeinsamen Kampf gegen Spam-Mails hat die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung [OECD] aufgerufen.
Nötig sei ein "abgestimmtes internationales Handeln, um das Vertrauen von Verbrauchern und Wirtschaft ins Internet" zu erhalten, sagte OECD-Vizegeneralsekretär Herwig Schlögl am Montag zum Auftakt einer zweitägigen Anti-Spam-Konferenz in Brüssel. Nach Angaben der EU sind bereits mehr als die Hälfte aller E-Mails in der EU unerwünschte Werbesendungen.
Die EU-Kommission als Gastgeberin der Konferenz rief zu einem Fünf-Punkte-Plan gegen die Spam-Mails auf.
So müssten unter anderem in allen OECD-Staaten wirksame Gesetze gegen Spam erlassen und eine eventuelle Strafverfolgung grenzüberschreitend geregelt werden, sagte EU-Industriekommissar Erkki Liikanen. Die Industrie müsse sich aber auch freiwillig verpflichten, keine Spam-Mails zu verschicken.
EU-Kommissar will gegen Spam kämpfen"Schlecht fürs Geschäft"
"Spam ist schlecht fürs Geschäft", sagte Susan Grant vom US-europäischen Verbraucherdachverband TACD.
In einer am Montag veröffentlichten TACD-Umfrage gab mehr als die Hälfte der Befragten an, weniger oder gar nicht mehr online einzukaufen. Die Spam-Flut schade dem Vertrauen in den Internet-Handel, bilanzierte Grant.
