29.01.2004

IN ARBEIT

Leistungsverstärker für UMTS-Nachfolger

Einem internationalen Forschungsbund, der von Institutsleiter Gottfried Magerl von der TU Wien initiiert wurde, wurden von der EU nun acht Mio. Euro Förderung auf vier Jahre zugesprochen.

Insgesamt 47 Partner aus 16 Ländern beteiligen sich an dem Exzellenznetzwerk "TARGET", um an besseren Leistungsverstärkern für Mobilfunksysteme zu arbeiten und damit der vierten Mobilfunk-Generation den Weg zu ebnen.

"Immer mehr Daten werden durch die Luft geschickt, zunehmend auch im Mikrowellenbereich über kürzere Distanzen", erklärte Magerl unter Hinweis auf Technologien wie WLAN [Wireless Local Area Network] und Bluetooth die Ausgangslage der Forschungen.

Effizienz und Linearität

Wesentlich für die notwendigen Funkschnittstellen in Handys, Notebooks etc. sind Leistungsverstärker, "die zwei widersprüchliche Anforderungen erfüllen müssen", so Magerl.

Einerseits müssen sie möglichst effizient sein, also aus jedem Milliwatt Batterieleistung möglichst 100 Prozent Sendeleistung machen.

Andererseits geht es um die Linearität: Kleine und große Signale müssen gleichartig verstärkt werden, ohne dass es zu Verzerrungen und damit zu Übertragungsfehlern kommt.

"Derzeit muss man noch die Linearität bevorzugen, was auf Kosten der Effizienz - bei einem derzeitigen Leistungsgrad von 30 Prozent - geht", betonte Magerl. Das sehe man etwa an UMTS-Geräten, deren Akkus sich sehr schnell entladen.