Nachbrenner für UMTS-Netze
Während die Telekom-Branche für 2004 den allgemeinen Durchbruch von 3-G-Anwendungen und -Services erhofft, beschäftigen sich Vorstände und Telekom-Strategen naturgemäß mit dem, was nachher kommen soll.
Die Telekom-Marktforscher der ARC Group prohpezeien: nach 3-G [auch bekannt als UMTS] kommt nicht 4-G, sondern für längere Zeit 3,5-G. Ebenso starke Wirkung auf den Markt wie die kommende Aufrüstung der 3-G-Netze werde die notwendige Integration von WLANs haben.
In der Zeit bis zum Anbruch der für frühestens 2010 erwarteten Dienste der vierten Generation werden die Operators zu Beschleunigern und Netzwerk-Nachbrennern greifen wie HSCSD, GPRS, EDGE und 1xRTT, welche die GSM-Welt bis jetzt [moderat] beschleunigt hatten.
Die 2-G-BeschleunigerDas steht an
Diese Rolle sollen nun neue Protokolle und Übertragungstechnologien wie High Speed Downlink Packet Access [HSDPA], Time-Division-Duplex [TDD] und Flash-OFDM übernehmen.
Allerdings nicht gleich, sondern etwas später, denn der notorischen Technologie-Vorreiter im Handybereich, NTT DoCoMo, plant die ersten HSDPA-Services erst für 2005. Mehrere chinesische Netzbetreiber sollen sich für UMTS im Time-Divison-Duplex ab 2007 interessieren.
Time-Division-Duplex - PDF von TelenorHoffnung auf HDSPA
Am meisten erwartet man sich in der Branche freilich von HSDPA, von Größen wie Nokia unterstützt. Diese Technologie nützt - verkürzt gesagt - adaptive Modulation und einen neuen Typus von Downlink-Kanal, der das mögliche Datenvolumen vom Sender zum Benutzer verfünffachen soll.
Auf der anderen Seite soll die User-Kapazität der Air-Interfaces [Sender] im 3,5-G-Netz durch das neue Verfahren verdoppelt werden.
Mehr über HSDPA als TechnologieWLANS, circuit switched
Ob 3 oder 3,5, die Integration von WLANs in die Mobilfunknetze der nächsten Zukunft sehen die Analysten der ARC Group als "lebensnotwendigen Schritt".
Das Modell der Zugangspyramide, nämlich Zugang des Users zu verschiedenen mobilen Netzwerken, die nebeneinander existieren, werde einer Weiterentwicklung zu 4-G-Diensten keineswegs abträglich sein, sondern diese unterstützen.
