Finmatica bleibt vom Handel ausgesetzt
Die Aktie des italienischen Software-Unternehmens Finmatica blieben auch am Montag vom Handel an der Börse ausgesetzt. Der Titel war am vergangenen Dienstag suspendiert worden.
Gegen die Firma, die auf Software für Banken und Versicherungen spezialisiert ist, ermittelt die Staatsanwaltschaft von Brescia.
"Wir haben es hier mit einer ganz offensichtlichen Absicht zu tun, die Anleger falsch zu informieren, um Vertrauen in eine Struktur herzustellen, deren finanzielle Stabilität jetzt angezweifelt werden darf", erklärte einer der Staatsanwälte nach Medienberichten vom Montag.
Das Interesse der Ermittler richtet sich vor allem auf die Bilanz 2002 und die ersten drei Quartalsabschlüsse 2003.
Bereits am Wochenende waren die Chefs des Unternehmens unter Hausarrest gestellt worden. Es bestehe die Gefahr der Verdunkelung, hatte die Staatsanwaltschaft den Schritt begründet. Die Manager sollen die Offenlegungspflichten bezüglich der Finmatica-Bilanzen verletzt und Marktmanipulationen begangen haben.
Festnahmen nach BilanzskandalZudem werden Unregelmäßigkeiten bei der geplanten Emission von Wandelanleihen im Wert von 55 Millionen Euro vermutet, auf die Finmatica am 7. Jänner überraschend verzichtet hatte
