22.01.2004

ANGEBLICH

800 Mio. Euro Verlust durch Filmkopien

"Die zunehmende Verbreitung von Raubkopien" hat die deutschen Film- und Videoverleiher im vergangenen Jahr nach Branchenschätzungen mehr als 800 Millionen Euro Umsatz gekostet.

Die Industrie wolle mit einer breiten Medienkampagne und verstärkten Fahndungsanstrengungen dagegenhalten, sagte Elke Esser von der Branchenvereinigung ZKM in Düsseldorf.

Vor allem die Videotheken seien von den Einnahmeausfällen betroffen.

40 Durchsuchungen pro Woche

Esser räumte ein, dass Urheberrechtsvergehen im privaten Bereich nur schwer nachweisbar seien. Dennoch gebe es mit Unterstützung der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen [GVU] im Schnitt 40 Durchsuchungen pro Woche bei verdächtigen Personen.

Um die Verbreitung von Raubkopien zu stoppen, werde beispielsweise auch in Deutschland erwogen, Filme mit "Wasserzeichen" zu versehen. So könne bei einem Angebot im Internet die Quelle rasch zurückverfolgt werden.