Greenspan gegen Dow-Jones-Übernahme

weiterhin
21.07.2007

Verkauf an News Corp. verhindern

Der US-Internet-Unternehmer Brad Greenspan versucht weiter, eine Übernahme des US-Medienkonzerns Dow Jones durch die von Medienmogul Rupert Murdoch kontrollierte News Corp. zu verhindern.

Greenspan legte den Dow-Jones-Aktionären in einem offenen Brief präzisierte Investmentpläne vor. Das Schreiben wurde am Freitag in einer Pressemitteilung veröffentlicht.

Dabei versicherte der Gründer des Website MySpace den Dow-Jones-Anteilseignern, dass mit einer neuen, verstärkt auf elektronische Medien und Wirtschaftsfernsehen ausgerichteten Strategie ein Dow-Jones-Aktienkurs von 100 Dollar denkbar sei.

Dow Jones solle 50 Prozent aller ausstehenden Aktien für 60 Dollar je Papier zurückkaufen.

Das könnte über eine Schuldenaufnahme finanziert werden. Die Greenspan-Gruppe Journal Investment Group würde Mitgliedern der Bancroft-Familie einen Kredit von 400 bis 600 Millionen US-Dollar bereitstellen.

Der Dow-Jones-Verwaltungsrat hatte den Kauf durch die News Corp. vor wenigen Tagen gebilligt.

Die Bancrofts kontrollieren 64 Prozent der Dow-Jones-Stimmrechte über mit Mehrfachstimmrechten

ausgestattete Aktien.

Der Kredit würde dazu verwendet, Aktien von Liquidität suchenden Familienmitgliedern zu kaufen. Außerdem solle Dow Jones zur Finanzierung der digitalen Wachstumsstrategie 500 Millionen Dollar Schulden aufnehmen.

Greenspan versucht damit, den Kauf von Dow Jones durch den Medienkonzern News Corp. für fünf Milliarden Dollar in bar zu verhindern. Die Mitglieder der Bancroft-Familie wollten nach US-Medienberichten am Montag in Boston die Offerte der News Corp. diskutieren. Die News Corp. hatte 60 Dollar je Dow-Jones-Aktie geboten. Der Dow-Jones-Aktienkurs war zum Wochenschluss um 40 Cent auf 55,00 Dollar gefallen.

(dpa)