12.01.2004

COPYRIGHT

Intel und IBM unterstützen Linux-Fonds

Die Elektronik-Unternehmen Intel und International Business Machines [IBM] haben eine ungenannte Summe in einen Fonds eingezahlt, der Linux-Benutzer unterstützen soll, die von Klagen wegen Urheberrechtsverletzungen bedroht sind.

Der Fonds wurde vom gemeinnützigen Industriekonsortium Open Source Development Labs [OSDL] eingerichtet. Derzeit befinden sich rund drei Mio. USD im Fonds. OSDL rechnet mit einer Steigerung auf insgesamt rund zehn Mio. USD.

Auslöser für die Einrichtung des Fonds war die Ankündigung des Software-Konzerns SCO Lizenzgebühren für die Nutzung von Linux zu verlangen. SCO behauptet, dass das Open Source Betriebsystem Linux Teile des Unix-Codes enthalte und damit die Urheberrechte von SCO verletze.

Beweise bis 23. Jänner

SCO hat laut "Wall Street Journal" 1.500 Briefe an Firmen geschickt, um die Gebühren von 700 USD für jeden mit Linux betriebenen Server einzufordern.

Bisher hat SCO die vermeintlichen Beweise für seine Anschuldigen nicht öffentlich dargelegt. Der zuständige Richter Dale A. Kimball vom Bundesgericht in Salt Lake City hat SCO mittlerweile dazu verpflichtet, innerhalb von 30 Tagen Beweise für seine Behauptung vorzulegen.

Am 23. Jänner 2004 soll in der nächsten Anhörung geklärt werden, ob SCO den gerichtlichen Forderungen nachgekommen ist.