Galileo soll mit GPS kooperieren

Sat-Navigation
16.07.2007

Das EU-Satellitenprojekt Galileo soll die gleiche Trägerfrequenz nutzen wie das US-System GPS, um zusammen mehr Infos zu liefern.

Über die Nutzung der gleichen Trägerfrequenz soll für den Empfang der Infos beider Systeme ein Gerät ausreichen, so ein Sprecher der US-Regierung.

Der Empfänger soll dann, je nach Ausstattung, beide Quellen nutzen können, um daraus möglichst akkurate Informationen herausarbeiten zu können.

Eigentlich Konkurrenzsysteme

Ein entsprechendes Abkommen ist bereits ausverhandelt und unterschriftsreif. Die USA erwarten die Besiegelung bereits diese Woche, ein EU-Sprecher wollte das jedoch nicht bestätigen.

Mit Galileo will die EU dem US-System GPS eigentlich Konkurrenz machen. 30 Satelliten sollen metergenaue Ortsbestimmungen für Autos, Schiffe und Flugzeuge ermöglichen.

Die EU erhofft sich ein großes Interesse, etwa durch Fluggesellschaften, Reedereien und die Landwirtschaft und damit mehr Arbeitsplätze.

Die Industrie ist jedoch weniger optimistisch und hat sich deshalb im Mai aus dem Projekt verabschiedet, dessen Gesamtkosten auf zehn Milliarden Euro geschätzt werden.

(Reuters)