Filmindustrie setzt auf Screener-Verbot
Obwohl sie sich selbst bisher noch nicht derart betroffen sieht wie die Musikindustrie, fürchtet auch die Filmindustrie das illegale Herunterladen von Filme aus dem Netz.
Um mögliche Urspungs-Quellen vorzeitig auszuschalten wurden nun in einigen US-Bundesstaaten, darunter Kalifornien und Ohio, das Aufnehmen von Filmen auf Videokameras in den Kinos [Screener] gesetzlich verboten.
Zur Kontrolle dürfen Taschen untersucht werden sowie verdächtige Personen von den Kinobetreibern festgehalten werden.
Beobachter meinen jedoch, dass diese Taktik ein Boomerang werden könnte und empfehlen der Filmindustrie doch in den eigenen Reihen nach möglichen Lecks zu suchen.
Laut einer aktuellen AT&T-Studie sind drei von vier Filmen in Tauschbörsen aus internen Kreisen, wie Filmstudios oder Kinoangestellten, zugespielt worden.
Sieg für Indie-Labels gegen HollywoodStrafmaß von 2.500 bis 250.000 USD
Der Industrieverband der US-Filmindustrie [MPAA] will in mindestens zwölf weiteren Staaten ähnliche Gesetze unterstützen. Laut einer Untersuchung der MPAA stammen rund 92 Prozent der Filme in Tauschbörsen aus Camcordern.
In Ohio gilt das Gesetz ab März, in Kalifornien ist das Gesetz bereits seit 1. Jänner in Kraft, seit 1999 gelten ähnliche Gesetze in Pennsylvania und Wisconsin.
Zuwiderhandeln kann in Kalifornien mit bis zu 2.500 USD Strafe und einem Jahr Gefängnis bestraft werden. Michigan sieht für das Vergehen bis zu fünf Jahre und 250.000 USD Strafe vor.
