Angriff auf Microsofts Copyright-Lösung
Intel, Nokia, Samsung, Toshiba und Matsushita haben sich zu einem Konsortium in Sachen digitaler Copyright-Sicherung zusammengetan.
Im Februar will das Konsortium seine gemeinsame Digital-Rights-Management-Lösung [DRM] vorstellen. Die Kooperation soll diese Woche bei der Consumer Electronics Show in Las Vegas besiegelt werden.
Mit ihrem neuen Ansatz will das Konsortium vor allem Hollywood und die Musikindustrie davon überzeugen, dass sie einen akzeptablen Weg zur Sicherung des digitalen Copyrights gefunden haben. In erster Linie richtet sich die Kooperation aber gegen Microsoft.
Das DRM-System des Konsortiums soll nicht nur ein Kopierschutz für digitalen Content sein, sondern die umfassende Nutzung von Inhalten der Unterhaltungsindustrie im Internet sowie auf mobilen Geräten gewährleisten.
Microsoft hat mit seinem Windows Media Rights Manager bereits ein eigenes DRM-System promotet. Der Launch wurde aber bisher durch Patentstreitigkeiten verhindert.
Microsoft in Patentschwierigkeiten"Alternative zu Redmond-Vertrag"
So soll die Limitierung von File-Sharing ebenso möglich sein, wie die gezielte Freigabe von Inhalten zu Promotionzwecken. Online-Konsumenten könnten sich beispielsweise einen Song vor dem Kauf einmal anhören.
Ein Insider beschrieb das Konsortium laut "New York Times" [NYT] als "Anti-Microsoft-Truppe". Die Alternative zu der Initiative sei, "einen Vertrag mit Redmond zu unterzeichnen".
Zahlreiche Unternehmen befürchten laut NYT eine zu große Abhängigkeit von Microsoft im Fall der Entscheidung für Windows Media. Die Skepsis gegenüber Microsoft sei vor allem in der Unterhaltungsbranche groß.
