Mars-Roboter der NASA landet planmäßig
Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat am Sonntag erfolgreich einen Roboter auf dem Mars abgesetzt, der Spuren von Wasser und damit nach der Möglichkeit von Leben auf dem Planeten suchen soll.
Das Landegerät mit dem "Spirit" genannten Roboter schlug am frühen Morgen NASA-Angaben zufolge wie geplant auf dem Roten Planeten auf. Kurz nach der Landung sandte das Gerät Tonsignale zur Erde. Die NASA hatte mit dem Roboter einen riesigen Felskrater auf dem Mars angesteuert, der möglicherweise einmal ein Wasserreservoir war.
"Wir hätten es uns nicht besser erhoffen können. Wir sind sehr glücklich", sagte Louis D'Amario vom "Spirit"- Navigationsteam der NASA.
Das Landegerät "Spirit" hat auch schon erste Bilder vom Mars auf die Erde gesendet. Auf den Bildschirmen im Kontrollzentrum der US-Raumfahrtbehörde NASA im kalifornischen Pasadena war ein Teil des Roboters inmitten einer steinigen Ebene vor einem großen Felsen zu sehen.
NASA-Infomationen zur Mars-MissionPermanenter Funkkontakt
Bereits in der Weihnachtsnacht hatte die Europäische Raumfahrtagentur ESA ihr Gerät "Beagle 2" zur Landung auf dem Mars ausgesetzt, konnte seither aber keinen Kontakt mehr dazu herstellen.
Anders als die ESA hielt die NASA während der Landung Funkkontakt. Das Landegerät war mit einer Sequenz von Tönen ausgestattet, die in der entscheidenden Phase Aufschluss über die absolvierten Manöver gaben. Im Kontrollzentrum im kalifornischen Pasadena brach Jubel aus, als das Gerät um 5.52 Uhr [MEZ] die erhofften Signale gab, auf dem vorgesehenen Platz auf dem Mars gelandet zu sein.
Vor dem Aufsetzen war das Raumfahrzeug mit Fallschirmen und Raketen von einer Geschwindigkeit von rund 19.000 Stundenkilometern heruntergebremst worden. Ein Manöver, das sechs Minuten dauerte und von den Wissenschaftlern unter höchster Anspannung verfolgt wurde.
Der letzte Aufprall auf dem Planeten, einem Fall aus vier Stockwerken vergleichbar, wurde mit riesigen Airbags abgefangen. Das Landegerät sprang dann noch rund 800 Meter weit, bevor es wie geplant im Marskrater Gusev zum Stillstand kam. Der Krater, größer als der US-Bundesstaat Connecticut, könnte nach Ansicht der Wissenschaftler einmal ein See gewesen sein.
Keine Verschwörung
Damit dürfte auch die Theorie von der Robot-Kolonie, die die
Befreiung aller Maschinen auf der Erde plant, obsolet sein:
Das Mars-Voting der fuzoEntfaltung
Nach der Landung muss sich der Roboter zu einem funktionstüchtigen Gerät entfalten.
Innerhalb einer Woche soll das Fahrzeug von der Größe eines Golf-Wagens seine direkte Umgebung mit Kameras so weit erfassen, dass er für seine ersten Schritte einen möglichst gefahrlosen Weg auswählen kann. Dann soll sich "Spirit" selbstständig über die Marsoberfläche bewegen und Bodenproben nehmen.
Ein zweiter, konstruktionsgleicher Roboter mit dem Namen "Opportunity" soll in drei Wochen auf der gegenüberliegenden Seite des Planeten ausgesetzt werden.
Erst am Vortag war es NASA-Forschern zufolge gelungen, im All erstmals Kometenstaub einzusammeln. Der Staub soll im Januar 2006 in einer Kapsel auf der Erde landen und Aufschluss über das Entstehen unseres Sonnensystems geben.
NASA-Sonde sammelt "Sternenstaub"
