Google-Experimente mit Social Networking
Das US-Internet-Unternehmen Google will Social Networking mit dem Projekt Socialstream auf die nächste Stufe heben.
Seit einem Jahr sponsert Google das Projekt Socialstream an der US-Universität Carnegie Mellon.
Das Projekt soll sich dem Thema Online-Social-Networking grundsätzlich nähern und auch Verbesserungsvorschläge für Googles bisher eher glücklos agierende Social-Networking-Site Orkut liefern, berichtete das Weblog Google Operating System.
"Angebote verbinden"
Ziel des Projekts sei es, bestehende Social-Networking-Angebote miteinander zu verbinden und das Veröffentlichen und den Austausch von Inhalten über verschiedene Plattformen hinweg zu erleichtern, geht aus der Projektbeschreibung hervor.
Dabei sollen Inhalte [Fotos, Blog-Einträge, Video, Audio, Veranstaltungshinweise], die von Socialstream-Nutzern auf verschiedene Social-Networking-Sites gepostet wurden, zentral aggregiert werden.
Auch Kommentare und Links, die auf die Inhalte verweisen, sollen auf Socialstream ausgewiesen werden.
Kontakte an einem Ort
Daneben sollen auch Kontakte von Socialstream-Nutzern auf verschiedenen Netzwerken wie der Foto-Sharing-Site Flickr und der Weblog-Plattform Blooger auf der Plattform zusammengeführt werden.
Dadurch soll die Eintrittsschwelle zur Teilnahme an Social-Networking-Sites herabgesetzt werden, ist in der Projektbeschreibung zu lesen.
Grundlage des Projektes sind offene Application Programming Interfaces [APIs], die den Austausch der Daten zwischen den Netzwerken ermöglichen.
Start unklar
Ob und wann Socialstream auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, ist bisher nicht bekannt.
Googles eigene Social-Networking-Site Orkut wird derzeit vorwiegend von brasilianischen und indischen Usern genutzt.
Die beliebten Sozialen Netzwerke bilden im Internet zunehmend die harten Klassenunterschiede der US-amerikanischen Gesellschaft ab, meint die Soziologin Danah Boyd.
