19.12.2003

BAKSCHISCH

Korruptionsverdacht um Iraks Handynetz

Das US-Verteidigungsministerium will das Ergebnis der Mobilfunk-Ausschreibung im Irak ausführlich prüfen, nachdem Korruptionsvorwürfe laut geworden sind.

Ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums teilte am Donnerstag in Washington mit, das Büro des Generalinspektors habe nach einer ersten Prüfung die Einleitung einer ausführlichen Untersuchung des Ausschreibungsverfahrens beschlossen.

Das irakische Kommunikationsministerium hatte im Oktober mitgeteilt, die Ausschreibung der Mobilfunklizenzen im Irak hätten drei arabische Konsortien gewonnen.

"Umfangreich und sehr gründlich"

"Die Untersuchung wird umfangreich und sehr gründlich sein", sagte der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums. "Es handelt sich um eine Untersuchung des irakischen Mobilfunks, ich kann keine weiteren Einzelheiten nennen", fügte er hinzu.

Die Mobilfunklizenzen im Irak sind noch nicht unterschrieben worden. Die US-Verwaltung im Irak hatte allerdings Behauptungen zurückgewiesen, dass die Verzögerung mit der Untersuchung des US-Verteidigungsministeriums zusammenhängt.

Das Ergebnis der Ausschreibung ist stark kritisiert worden. Bei der Auswahl der Unternehmen hätten politische Gründe eine stärkere Rolle gespielt als technische Gründe, hatte es geheißen. Außerdem seien Firmen mit guter Beziehung zu den arabischen Verbündeten der USA bevorzugt worden.