16.12.2003

NET SEND

Squared darf weiter via Pop-ups werben

Das US-Unternehmen D-Squared Solutions, das sich darauf spezialisiert hat, Nutzer über den Windows-Nachrichtendienst [Net Send] mit Pop-up-Werbung zu überschwemmen, darf diese Praxis fortführen.

Zwar hatte die US-Handelsbehörde FTC [Federal Trade Commission] das Unternehmen abgemahnt und aufgefordert, den massenhaften Pop-up-Spam einzustellen.

Doch ein US-Richter wies die beantragte einstweilige Verfügung der FTC nun ab, da er die "Gefahr, die von dem Geschäftsgebahren ausgehen soll, nicht klar erkennen kann".

Eine endgültige Entscheidung soll in einer Verhandlung im März 2004 gefällt werden.

Bewirbt Pop-up-Blocker

Während die Betreiber darauf beharren, die Nachrichten maximal ein Mal pro Tag und User zu versenden, weiß die FTC von Fällen, bei denen die Werbefenster die Nutzer gar im Zehnminutentakt ärgerten.

D-Squared bewarb mit der Net-Send-Funktion ironischerweise eigene Software zum Blocken von Pop-ups. Für 25 bis 30 USD könne die Software erworben und den Pop-ups ein Ende gemacht werden.

D-Squared argumentierte, dass gerade mit Pop-ups die Zielgruppe erreicht würde, die den Blocker am meisten benötige.

Für die FTC stellt das weiterhin nichts anderes als "Online-Erpressung" dar.