26.11.2003

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Musikindustrie will ISPs verklagen

Die australische Musikindustrie will jene Internet-Service-Provider [ISP] verklagen, die nach ihrer Ansicht nichts gegen den illegalen Download von Musik unternehmen.

Laut der Australian Recording Industry Association [ARIA] profitieren die ISPs von den illegalen Downloads, die nach ARIA-Berechnungen rund 20 Prozent der Umsätze ausmachen sollen. Die ISPs seien sich des illegalen Treibens ihrer Kunden bewusst, würden aber nichts dagegen unternehmen, da viele ihrer Kunden nach Traffic bezahlen würden.

Der australische Industrieverband Internet Industry Association [IIA] wehrte sich gegen die Vorwürfe, die nach seiner Ansicht provokativ und aufrührerisch sind. Laut IIA-Chef Peter Coroneos würden sich die ISPs sehr wohl darum bemühen, mit den Urheberrechtsinhabern zusammenzuarbeiten.

Blockierung des Zugangs

Die ARIA fordert von den ISPs einen Stopp der Praktiken, entweder durch Blockierung des Zugangs zu illegalen Musik-Downloads oder durch "andere Arrangements".

Doch Coroneos weist das Ansinnen von sich. Die ISPs hätten keine Verpflichtung, die Aktivitäten ihrer User zu überwachen, und sollten auch nicht in die Privatsphäre ihrer Kunden eindringen. Zudem bestritt er die angeführten 20 Prozent Umsatzanteil.

Die ARIA-Ankündigung folgt einer Klage gegen einen vermeintlichen australischen Anbieter von illegalen Musik-Downloads und dessen ISP. Der Mann soll den Download von über 140 Millionen Files ermöglicht haben, die laut ARIA mehrere hundert Millionen USD Schaden verursacht haben sollen. Verklagt wurde auch jene Person, die den Account des Mannes eingerichtet hat.