Chiphersteller klagt gegen EU-Strafzölle
Der südkoreanische Speicherchip-Hersteller Hynix hat bei der Welthandelsorganisation [WTO] eine Klage gegen die Europäische Union eingebracht. Zudem legte der Hersteller Berufung vor einem EU-Gericht ein.
Anlass dafür sind die Strafzölle, welche die EU auf DRAM-Chips des Konzerns einhebt. Hynix betrachtet die Einfuhrzölle als unfair und will eine Rückzahlung der bereits geleisteten Abgaben erreichen.
Die EU belegte im Juni Importe des südkoreanischen Chipherstellers mit 33 Prozent, im August wurde der Satz auf 34,8 Prozent erhöht. Ausgangspunkt waren Beschwerden der Hynix-Konkurrenten Micron Technology und der deutschen Infineon, die dem Unternehmen den Erhalt von Subventionen vorwarfen, um die weltweiten Chippreise zu unterbieten.
Staatliche Förderung
Im Besonderen nahm die EU daran Anstoß, dass ein Finanzierungsprogramm der südkoreanischen Regierung genau auf den Chiphersteller und seine Liquiditätsprobleme zugeschnitten war.
Hynix betonte dagegen am Mittwoch, dass die Bankkredite gerechtfertigt gewesen seien und ohne den Einfluss durch die Regierung erfolgten.
Hynix ist zuversichtlich, dass die Klagen zum Erfolg führen: "Wenn wir den Fall gewinnen, werden wir alle Abgaben zurückbekommen, die wir bereits bezahlt haben", heißt es in einem Statement.

