06.08.2003

HYNIX-CHIPS

Südkorea gegen EU-Strafzölle

Südkorea will offenbar wie angekündigt gegen die Europäischen Strafzölle bei der Welthandelsorganisation [WTO] vorgehen.

Die WTO bestätigte, dass Südkorea einen formellen Antrag auf Beratungen mit der EU eingebracht hat. Derartige Anträge bedeuten üblicherweise den ersten Schritt in Richtung einer größeren juristischen Auseinandersetzung vor der WTO.

Südkorea sieht in den Strafzöllen der EU auf den Import von DRAM-Chips des südkoreanischen Produzenten Hynix eine Verletzung der globalen Handelsregeln.

EU-Entscheidung am 25. August

Ursprünglich gilt die provisorische Steuer der EU auf vier Monate, am 25. August soll über eine etwaige Verlängerung auf bis zu fünf Jahre entschieden werden. Bisher sollen sich 13 von 15 der Mitgliedsstaaten für eine solche Entscheidung ausgesprochen haben.

Gegen die Strafzölle der USA in der Höhe von rund 45 Prozent hat Südkorea ebenfalls Beschwerde bei der WTO eingelegt.