Ehrendoktorat für Hermann Maurer
University of Calgary ehrt Multimedia-Pionier
Zum dritten Mal erhält der Dekan der Fakultät für Informatik der TU Graz, Hermann Maurer, ein Ehrendoktorat: Die kanadische University of Calgary zeichnet den Multimedia-Experten am Dienstag für sein wissenschaftliches Wirken aus.
Maurer hat entscheidende Beiträge zur Theorie der Programmiersprachen und der Entwicklung des Internets geliefert. Der Informatik-Pionier ist bereits Ehrendoktor der Universitäten Karlsruhe und St. Petersburg.
Von der Theorie zur Praxis
Viele von Maurers theoretischen Arbeiten führten zu konkreten Anwendungen, zum Beispiel der Multimedia-Ausgabe des Brockhaus-Lexikons. Er leitete auch die technische Gestaltung des österreichischen Online-Info-Systems "AEIOU". Zu Maurers Hardware-Entwicklungen zählt der in den 1980er Jahren auf den Markt gebrachte netzwerkfähige Kleincomputer "MUPID", der im Auftrag der österreichischen Post als Bildschirmtext-Endgerät eingeführt wurde.
Hermann Maurer wurde 1941 in Wien geboren, studierte Mathematik in Wien und Calgary und war dann u. a. als Systemanalytiker bei der kanadischen Regierung und anschließend im Labor von IBM in Wien tätig. 1978 begann er die Universitätskarriere an der TU Graz, wo er am Aufbau des Fachbereichs Informatik entscheidend mitwirkte.
Seit 2004 ist Maurer Dekan der Fakultät für Informatik der TU Graz. Der Träger zahlreicher Auszeichnungen verfasste bisher rund 20 Bücher - 1969 erschien "Theoretische Grundlagen der Programmiersprachen" - und über 600 wissenschaftliche Artikel und ist Herausgeber verschiedener Fachzeitschriften.
Ein aktuelles Projekt Maurers ist das Informationsportal Alexander, das in Kooperation mit dem Grazer Konzern Styria entwickelt wird.
(APA)
