Intel und NTT DoCoMo bauen 3-G-Chips
NTT DoCoMo, Japans größter Mobilfunkbetreiber, und Intel, weltgrößter Chiphersteller, wollen gemeinsam einen Chip für 3G-Handys entwickeln.
3G oder Third Generation bezeichnet die neue Generation von Basisstationen und Handys, die dank hoher Übertragungsraten Videotelefonie oder Datendownloads ermöglichen. In Österreich betreiben derzeit nur Hutchison ["3"] und die Mobilkom 3G-Netze.
"Es stimmt, dass wir gemeinsam Chips für 3G-Handys entwickeln", so ein NTT DoCoMo-Sprecher. "Letztendlich entscheiden aber Handyhersteller wie NEC oder Matsushita, welche Chips sie einsetzten. Wir wollen ihnen nur bessere Optionen bieten".
Günstig und energieeffizient
Wie die Wirtschaftszeitung Keizai Shimbun berichtet, sollen die
Chips günstig und energieeffizient sein. Gleichzeitig sollen sie
mehrere Datenströme gleichzeitig verarbeiten und Funktionen wie
Bild-Weiterverarbeitung und drahtlosen Datenfluss steuern.
3G: Asien hängt Europa und USA ab3G hebt nur langsam ab
Das 3G-Service von NTT DoCoMo besteht bereits seit zwei Jahren, konnte sich aber bis dato noch nicht durchsetzen. Derzeit hat der Service 1,3 Millionen User - wenig im Vergleich zu den 10,7 Millionen 3G-Usern des Konkurrenten KDDI. Beide Unternehmen verwenden unterschiedliche 3G-Technologien.
Die verzögerte Akzeptanz ist auf teure Handsets und die geringe Batterielebensdauer zurückzuführen.
Auch Intel ist auf die Kooperation mit NTT DoCoMo angewiesen. Das Unternehmen ist zwar der weltgrößte Chiphersteller, in punkte Handychips muss Intel sich aber dem Konkurrenten Texas Instruments geschlagen geben.
Technologien für 4G
NTT DoCoMo und Intel wollen gemeinsam auch Technologien für die
kommenden 4G-Netze entwickeln. Diese sollen ab 2010 kommerziell
verfügbar sein und Datenraten von rund 100 Megabit pro Sekunde
bieten.
Tests für 4G-Netzwerke
