Asien hängt Europa und USA ab
Nicht Europa oder die USA, sondern die Weltregion Asien/Pazifik wird den globalen Multimedia-Handymarkt ab 2005 mit einem Anteil von 40 Prozent und einem Umsatz von 19 Milliarden USD anführen.
2007 soll China, das dann 256 Millionen Benutzer haben wird, die USA an der Spitze abgelöst haben [211]. Die Zahl von Chinas 3G Handy-Usern übertrifft dann die der Gesamteinwohnerzahl der USA.
Dies ist das zentrale Ergebnis einer Studie der Marktforschungsfirma Telecompetition. Weltweit drittgrößter Einzelmarkt wird Japan mit 102 Millionen Kunden sein. Insgesamt werden in Asien/Pazifik 600 Millionen Neukunden bis 2010 erwartet.
Indien und China sollen auch weit über 2010 hinaus, wenn überall anders die Märkte gesättigt sind, gute Zuwachsraten aufweisen.
Eine Executive Summary des "Worldwide Mobility Reports" ist frei zu haben, das gesamte, umfangreiche Konvolut kommt allerdings auf 2.700 USD.
Das Executive Summary als PDF2010 - wenn das ARPU sinkt
Im Bereich Sprachtelefonie sagt Telecompetition ein Sinken des weltweiten Durschnittsumsatzes pro Kunde [Average Revenue per User - ARPU] von derzeit 26 auf 18 USD im Jahr 2010 voraus.
Dies muss durch eine Steigerung im Bereich mobiler Datentransfer wettgemacht werden, der zum derzeitigen ARPU magere zwei USD beiträgt. Für die nächsten drei Jahre soll in Nordamerika und Europa mobiler Datenverkehr 15 bis 20 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachen.
China einst und jetzt
China ist schon derzeit der größte Markt für konventionelle
mobile Kommunikation - und auch einer der am härtesten umkämpften.
Vor vier Jahren traten rund ein Dutzend Hersteller mit etwa 30
Geräten gegeneinander an. Heute sind es mehr als 30 Anbieter mit
über 240 Modellen. In China wurden im vergangenen Jahr insgesamt
rund 55 Millionen Geräte verkauft. Für das laufende Jahr wird das
gleiche Niveau angestrebt.
Hoffnungsmarkt China
