IBM setzt SCO-Kapitalgeber unter Druck
Nachdem der aktuelle Rechts- und Patentstreit der SCO Group mit der Linux-Gemeinde nach Ansicht vieler Beobachter allein der Beflügelung des SCO-Aktienkurses dient, hat IBM jetzt konsequenterweise die Finanzpartner von SCO unter Druck gesetzt:
Sowohl Kapitalgeber als auch Analysten, die sich angesichts des Patentstreits optimistisch für SCO geäußert hatten, erhielten gerichtliche Vorladungen, mit denen IBM offensichtlich Informationen über die wirtschaftlichen Hintergründe von SCOs Vorgehen erlangen will - Details wurden zunächst nicht bekannt.
SCO und IBM haben einander im Streit über "Linux-Lizenzen", die SCO geltend macht, geklagt. SCO behauptet, die freie Software Linux würde gestohlenen Unix-Code verwenden. Die SCO Group, vormals Caldera, hat die Lizenzrechte von Unix inne.
"Linux-Lizenzen" dienen nur SpekulationAktie beflügelt
SCO hat dieses Jahr an der Börse eine Performance hingelegt, von der manche Unternehmen selbst in der Dot.com-Phase nur träumen konnten: Nach der ersten Klage gegen IBM legten die SCO-Aktien von unter einem auf zwischenzeitlich fast 20 USD zu. Derzeit stehen sie bei 14 USD.
Der Anstieg beruht dabei allein auf der Spekulation, dass SCO Lizenzen auf Linux geltend machen kann.
Unter den Kapitalgebern, die jetzt Informationen offen legen sollen, befinden sich Baystar Capital und die Deutsche Bank, der größte Geldgeber ist aber die Investment-Firma Canopy Group.
SCO-Kurs: Spekulativer Verlauf
