22.08.2003

MANÖVER

"Linux-Lizenzen" dienen nur Spekulation

Nach Ansicht des "President International Operations" von Red Hat, Alex Pinchev, dient der aktuelle Rechts- und Patentstreit von SCO mit der Linux-Gemeinde allein der Beflügelung des SCO- Aktienkurses:

"Wenn Sie sich SCO ansehen, wird klar: Das ist eine sterbende Firma. Die Klage bezieht sich auf die Verhältnisse von 1995 und 1996. Bereits seit 1991 gehen aber die Umsätze von SCO deutlich nach unten. Jetzt haben sie Klage eingereicht und daraufhin eine Menge Aktien verkauft", sagte Pinchev gegenüber "ZDNet".

"Das ist eine groß angelegte Marketing-Kampagne mit dem Ziel der persönlichen Bereicherung." Konkret benennt Pinchev den aktuellen CEO von SCO, Darl McBride, als Initiatoren der Aktion.

Klagegeschichte

SCO war im März dieses Jahres auf Konfrontationskurs mit der weltweiten Linux-Anwendergemeinde gegangen. Das Unternehmen, das zwischenzeitlich unter dem Namen Caldera operierte, reichte Klage gegen IBM ein.

Man beanspruche die Rechte an dem von Big Blue eingesetzten Unix. Das begründe sich aus einem Vertrag mit Novell aus dem Jahre 1995.