10.11.2003

WETTBEWERB

Microsoft sucht konstruktive Lösung

Der Softwarehersteller Microsoft ist im Streit mit der EU-Kommission über den Vorwurf wettbewerbswidriger Praktiken auch weiterhin zur Zusammenarbeit mit der Brüsseler Behörde bereit.

Zwei Tage vor einer Anhörung dazu in Brüssel erklärte der Konzern am Montag: "Microsoft ist auch weiterhin bestrebt, eine konstruktive Lösung in diesem Fall zu finden." Zugleich wies der Konzern aber den Vorwurf zurück, es habe die Möglichkeiten von Wettbewerbern eingeschränkt.

EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti wirft Microsoft vor, der Hersteller habe eine marktbeherrschende Stellung bei Betriebssystemen für Desktop-PCs mit rechtswidrigen Mitteln auf Server in Firmennetzen ausgeweitet.

Strafe bis drei Milliarden Euro droht

Kann der Konzern die Bedenken der Brüsseler Wettbewerbshüter nicht ausräumen, droht Microsoft eine Geldstrafe von über drei Milliarden Euro. Eine Entscheidung in dem Fall wird aber erst nächstes Jahr erwartet.

Am Mittwoch treffen sich Vertreter der EU und des Konzerns zu dreitägigen Beratungen hinter verschlossenen Türen.