02.11.2003

M@TRIX FORUM

Diskussionen nach "Big Brother Awards"

Genau vor einer Woche wurden in Wien zum fünften Mal die Datenschutz-Negativpreise "Big Brother Awards" in Österreich vergeben.

Dabei können die Veranstalter mindestens einen Erfolg verbuchen: Die Preisträger reagieren zunehmend auf die "Auszeichnungen" und setzen so neue Diskussionen zum Thema Datenschutz in Gang.

Dass die Preisträger sich wenig "reuig" zeigen, sondern Argumente für ihre Position bringen und auch die Jury der "Big Brother Awards" angreifen, dürfte dabei niemanden verwundern.

Nichts zu verbergen

"Dass wir jetzt den Preis bekommen haben, wundert mich, weil wenn keine Kameras da sind, wofür bekommen wir dann den Preis? Nur für's nachdenken?", fragt Helmuth Nemeth, Sprecher der Wirte am Rudolfskai in Salzburg, deren Forderung nach Vollüberwachung durch Videokameras letzten Sonntag im Wiener Flex mit "Schweineohren" bedacht wurde.

"Ich bin der Meinung, wer nichts zu verbergen hat, der lässt sich auch ohne weiteres überwachen. Wir stehen dazu am Rudolfskai. Von einem Datenschutzbruch kann man bei weitem nicht reden.

Peoples Choice Award

"Bei dieser Gruppe von Wählern handelt es sich um 200 Personen. Das hört sich also dramatischer an als es ist. Wobei wir natürlich wirklich jeden ernst nehmen", so Margit Kalutzer.

Sie ist Unternehmenssprecherin der Herold Data GmbH, die für ihre Daten-CD am häufigsten nominiert wurde und daher den "Peoples Choice Award" erhielt.

Margit Kalutzer im matrix-Interview: "Es muss sich wirklich niemand fürchten, dass mit der Herold Marketing CD das Privatleben ausspioniert wird, es handelt sich um ein reines Marketing Instrument."