27.10.2003

DATENSCHUTZ

"Big Brother Awards 2003" verliehen

Gestern Abend wurden in Wien zum fünften Mal die Datenschutz-Negativpreise "Big Brother Awards" in Österreich vergeben.

Ausgezeichnet wurden die Salzburger Geschäftsleute am Rudolfskai, weil sie "die Ersten waren, die Vollüberwachung durch Videokameras" forderten, die EU-Kommission und Janelly Fourtou "für die so genannte IP-Enforcement Directive", das Europäische Patentamt in München, das "gegen geltende nationale EU-Legislaturen Tausende Ideen- und Trivialpatente auf die neuen Informationstechnologien zugelassen hat", und die Post AG für ihre Datensammelpraxis bei Nachsendeaufträgen.

Mit dem Preis für das "Lebenswerk" wurde Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer [ÖVP] schon zum zweiten Mal ausgezeichnet, in der Kategorie "People's Choice", der nicht von der Jury, sondern durch Einsendungen bestimmt wird, bekam Herold Business Data einen "Big Brother Award".

Deutschland

In Deutschland wurden die "Oscars für Datenkraken" bereits am Freitag verliehen.