Kroatische Festnetzlizenz neu aufgerollt
Die Vergabe der zweiten kroatischen Festnetzlizenz muss neu aufgerollt werden: Wegen Fehlern im Vergabeprozess soll die am 14. Oktober erfolgte Zuteilung der Lizenz an die kroatisch-amerikanische Firma Divan im Laufe dieser Woche annulliert werden, berichten kroatische Medien.
Laut Verkehrsminister Roland Zuvanic sollten die neuen regulatorischen Bestimmungen für die zweite Festnetzlizenz nun bis Ende November fixiert werden, einen zweiten Festnetzbetreiber wird es dann erst im nächsten Jahr geben.
Das Verkehrs- und Infrastrukturministerium werde die Lizenzvergabe annullieren, da der Telekom-Rat altes und neues Telekom-Recht vermischt habe, erläuterte Zuvanic Medienberichten zufolge.
Die zweite Festnetzlizenz
Anfang Juli hatte die US-Firma New World Capital Corporation
[NWCC] um die zweite kroatische Festnetzlizenz angesucht, obwohl
laut kroatischem Telekom-Recht nur eine in Kroatien registrierte
Firma eine Telekom-Lizenz erhalten darf.
Verwirrung um Mobilkom-TochterAnfang Oktober änderte NWCC seine Lizenzbewerbung und erklärte seine 75-prozentige Tochter, die kroatisch-amerikanische Divan, zum Antragsteller, obwohl diese nicht im Telekom-Servicebereich tätig ist. Divan akzeptierte den Lizenzpreis von umgerechnet 5,26 Mio. Euro und kündigte für die nächsten vier Jahre Investitionen von 50 Mio. Euro an.
Der bisher einzige kroatische Festnetzbetreiber ist die Deutsche-Telekom-Tochter Hrvatski Telekom. Das zweitgrößte kroatische Telekom-Unternehmen ist die mobilkom-austria-Tochter VIPnet, die Medienberichten zufolge ursprünglich ebenfalls an der zweiten Festnetzlizenz in Kroatien interessiert war.
