Verwirrung um Mobilkom-Tocher
Die kroatische Mobilkom-Tochter VIPnet habe sich angeblich als einziger Bieter um die zweite kroatische Festnetzlizenz beworben, berichtet die kroatische Tageszeitung "Novi list" in ihrer Mittwochausgabe.
Außerdem sei VIPnet einer von fünf Bewerbern um eine UMTS-Lizenz. Auf Seiten der Mobilkom wußte man auf APA-Anfrage allerdings nichts von einer Bewerbung für eine UMTS- oder Festnetzlizenz.
Laut dem Medienbericht hat der kroatische Telekom-Rat mitgeteilt, er habe ein Angebot für eine Festnetzlizenz und fünf für UMTS-Lizenzen erhalten. Bei zwei der UMTS-Interessenten würde es sich um die VIPnet und die Croatian Telekom [HT] handeln.
Der Zeitung zu Folge bewerben sich um die UMTS-Lizenzen noch zwei namentlich nicht genannte ausländische und ein kroatisches Konsortium, das aus der kroatischen Ölgesellschaft INA und der größten kroatischen Bank, der Zagrebacka banka, bestehen soll. Das Bankhaus hatte schon einmal - bei der Vergabe der GSM-Lizenzen - in einem Konsortium gemeinsam mit der Deutschen Telekom gegenüber VIPnet den kürzeren gezogen.
TA weitet VIPnet-Anteil ausDementi
Auf Seiten der österreichischen Mobilkom wird die Pressemeldung allerdings dementiert:
"Das Gerücht gibt es schon länger, aber wir haben uns weder um eine Festnetz- noch um eine UMTS-Lizenz beworben", sagte Mobilkom-Sprecherin Ursula Novotny.
Das schließe aber nicht aus, dass dies in Zukunft der Fall sein werde. "UMTS ist für uns natürlich ein Thema", so Novotny.
