21.10.2003

HARD WORK

Roboter-Absatz zieht wieder an

Eine brandneue Studie zum Thema Roboter zeigt ein starkes Anziehen der Roboter-Verkäufe.

Laut dem jährlichen World Robotics Survey wurden heuer 26 Prozent mehr Roboter bestellt als im Vergleichszeitraum davor.

Experten der UNO-Wirtschaftskommission für Europa und der International Federation of Robotics deuten das als Vorboten eines kommenden Wirtschaftsaufschwungs.

Weltweit wurden zwischen Jänner und Juni 80.000 Roboter verkauft. Bestellungen für Fabriksroboter sind in Nordamerika um 35 und in Europa um 25 Prozent gestiegen. Hauptabnehmer ist die Automobilindustrie.

Japan hat höchste Roboterdichte

Japan bleibt das Land mit der höchsten Roboterdichte. Rund die Hälfte der weltweit existierenden Fabriksroboter verrichtet dort ihre Arbeit.

Dennoch sanken in der Vergangenheit auch dort die Bestandszahlen - von 413.000 im Jahr 1997 auf 350.000 im Vorjahr.

Grund war ein allzu optimistisch eingestellter Käufermarkt Anfang der 90er. Kaputte Roboter wurden kaum ersetzt, wenige neue bestellt.

Doch heuer soll der Umkehrpunkt erreicht sein. Zwar dominieren derzeit noch die Fabriksroboter, doch die Verkaufszahlen für Haushaltsroboter ziehen stark an. Ende 2002 waren mehr als 50.000 Staubsauger- und Rasenmäherroboter im Einsatz. Für Ende 2006 wird eine Verzehnfachung dieser Zahl erwartet.

Auch Spielzeugroboter a la Sony AIBO sollen sich vermehrt verkaufen. Derzeit existieren 550.000 Stück dieser Gattung. 18.600 Serviceroboter putzen, entleeren Gefahrengut und helfen bei Operationen.

Preise fallen

Im Zuge der technologischen Entwicklung fallen die Preise für Roboter, während sich deren Fähigkeiten enorm erhöhen.

Ein Roboter mit gleichen Fähigkeiten war im Jahr 2002 um ein Fünftel des Preises von 1990 erhältlich.

Der durchschnittliche Fabriksroboter schlug sich 1990 in den USA mit 115.000 USD zu Buche. Im Jahr 2002 lag der Durchschnittspreis bei 75.000 USD. In Deutschland werden allerdings gleich bleibend seit 1990 rund 51.000 Euro bezahlt.