KPN will eigene Aktien kaufen
Der niederländische Telekommunikationskonzern KPN ist nach den Worten eines Sprechers am Kauf eines Teils der noch von der niederländischen Regierung gehaltenen Anteile des Unternehmens interessiert.
"KPN wäre grundsätzlich am Erwerb eines Teils der Regierungsanteils interessiert, wenn sich die Gelegenheit dazu böte", sagte KPN-Sprecher Marinus Potman am Samstag. Er bestätigte damit Äußerungen von Finanzchef Maarten Henderson bei einer von BNP Paribas in London veranstalteten Telekom-Konferenz.
Die niederländische Regierung hatte am 19. September 300 Millionen KPN-Aktien an Citigroup Global Markets Ltd verkauft und damit ihren Anteil an dem Unternehmen auf 19,3 Prozent reduziert.
Der Staat hatte daraus einen Gewinn von etwa zwei Milliarden Euro erzielt. "Die Finanzwelt sieht das als großen Überhang. Es wäre von Vorteil für das Unternehmen, diesen zu reduzieren", sagte Potman.
Niederlande reduzieren KPN-AnteilErfolgreicher Schuldenabbau
Die Regierung hatte mit Citigroup vereinbart, dass diese nach Abschluss des Geschäfts ein Jahr lang keine KPN-Aktien verkauft. Zudem verfügt der niederländische Staat über eine so genannte Goldene Aktie, die ihm bei bestimmten Entscheidungen ein Mitspracherecht einräumt.
Die noch vor wenigen Jahren hoch verschuldete und vom Konkurs bedrohte KPN hat im Zuge einer 2001 begonnenen Umstrukturierung die Wende geschafft.
Der im Zuge der Expansionspolitik angehäufte Schuldenberg von einst 23 Milliarden Euro wurde bis zum Ende des zweiten Quartals dieses Jahres auf Netto-Verbindlichkeiten von 10,5 Milliarden Euro abgebaut. Bis zum Jahresende will KPN die Verschuldung unter 9,5 Milliarden Euro drücken.
