Grundgebühren als Haupteinnahmequelle
Im Festnetzgeschäft wird die Deutsche Telekom [DT] schon bald hauptsächlich mit Grund- und Anschlussgebühren Geld verdienen.
In diesem Jahr kämen erstmals mehr als 50 Prozent der Umsätze aus den festen monatlichen Entgelten, sagte der Chef der Festnetzsparte T-Com, Josef Brauner, der Düsseldorfer "Wirtschaftswoche".
Ziel sei eine weitere Steigerung dieser Umsätze. Brauner hält dabei einen Anteil von 80 Prozent und mehr für möglich.
1996 hatte die DT erst ein Viertel ihres Umsatzes mit Anschlussgebühren und drei Viertel aus den Verkehrsminuten erwirtschaftet. Mit dem Fall des Sprachmonopols zwei Jahre später setzte durch den Einzug von Wettbewerb ein starker Preisverfall ein. Die Telefontarife im Fern- und Auslandsverkehr verringerten sich um 90 Prozent und mehr.
Q2 2003: Schwarze Zahlen für Deutsche TelekomFlat Rate am Wochenende
In der Sprachtelefonie, in der inzwischen auch Mobilfunkfirmen durch günstiges Telefonieren ins Festnetz der DT Marktanteile wegschnappen, bietet die T-Com ihren Kunden inzwischen für einen festen Aufschlag kostenloses Telefonieren am Wochenende an.
Mehr als eine halbe Million Kunden hätten dieses Angebot genutzt, sagte Brauner dem Wirtschaftsmagazin weiter. Neue Optionstarife für eine Familie oder für allein Stehende seien ebenso denkbar wie langfristig die Einführung eines Pauschaltarifs [Flat Rate] für die gesamte Woche.
