Lautsprecher bekommen IP-Adressen
Das Fraunhofer Institut für Offene Kommunikationssysteme [FOKUS] hat nun ein IP-basiertes Audio-Übertragungssystem vorgestellt.
Mit der marktreifen Lösung "IPcom" sollen professionelle Tonanlagen bei Veränderungen nicht mehr am Mischpult umkonfiguriert oder von Technikern mühselig neu verdrahtet werden müssen.
Mikrofone wie Lautsprecher sind Teil eines Netzwerks, werden flexibel per Internet-Protokoll [IP] miteinander verbunden und können so individuell per Mausklick angesteuert werden.
FOKUSDatenübertragung im MP3-Format
So können Musik und Sprachinformationen im MP3-Format individuell auf die Ein- und Ausgabegeräte professioneller Beschallungsanlagen geschickt werden.
Über eine PC-Oberfläche lassen sich die einzelnen Bestandteile des Audio-Netzwerks per Mausklick beliebig miteinander verschalten.
Die Datenübertragung des Audiosignals erfolgt im MP3-Format über ein Standard-Ethernet.
Bis zu 500 Audioübertragungen gleichzeitig sind im IPcom-Netz möglich. Die Integration in vorhandene Netzwerke soll leicht möglich sein.
Klangfeldsynthese
Karlheinz Brandenburg vom Fraunhofer Institut, der das MP3-Format
entwickelt hat, hat vor kurzem ein neues System mit 192
Lautsprechern vorgestellt, das absolut realistische Geräuschkulissen
in die Kinosäle zaubern soll.
192 Lautsprecher für neuen Kino-SoundEinzelne Personen ansprechen
Das System ist vor allem für Messezentren, Bahnhöfe und Theater geeignet.
Über die netzbasierte Beschallungsanlage könnten auch einzelne Personen angesprochen werden, die dazu aber noch lokalisiert werden müssen.
Grundlage für eine solche Follow-me-Anwendung ist ein Anstecker. Dieser wird per Infrarot geortet und sendet die Daten seines Trägers an eine Zentrale.
Bewegt sich die Person, überträgt nur der jeweils am nächsten gelegene Lautsprecher die individuelle Durchsage, ohne gleich alle Personen in einem großen Gebiet zu belästigen.
Individuelle Reiseinfos
Peter Gober vom FOKUS: "Man könnte die Funkchips beispielsweise
in Fahrkarten integrieren und so Reisende eines bestimmten Zuges
individuell auf dem Bahnhof informieren."
Ivistar vertreibt IPcom
