Altersbeschränkung für MySpace und Co
Fünf US-Bundesstaaten arbeiten derzeit an Gesetzen, die den Zugang zu Sozialen Netzwerken wie MySpace für Minderjährige erschwerden sollen.
Der Social-Networking-Trend führt dazu, dass Jugendliche unüberlegt intime Details über ihr Leben im Netz veröffentlichen. Mehrere US-Bundesstaaten wollen nun Gesetze verabschieden, die den Zugang zu solchen Portalen für Jugendliche einschränken, wie die "New York Times" berichtet.
Jugendschützer weisen schon lange darauf hin, dass es solche Websites Stalkern und Sexualverbrechern leicht machen, ihre Opfer zu finden.
Elterliche Einwilligung
MySpace, Facebook und Co sollen in Zukunft das Alter ihrer Benutzer mit verlässlichen Methoden überprüfen, denn bisher wurden die Altersangaben bei der Anmeldung nicht überprüft. Diejenigen, die unter 18 sind, dürften dann nur noch mit elterlicher Erlaubnis Soziale Netzwerke benutzen.
In welcher Form das Alter der Nutzer überprüft werden soll, ist in den Gesetzesvorlagen nicht festgeschrieben. In Connecticut steht das Gesetz kurz vor dem Beschluss und in vier anderen Staaten sind ähnliche Initiativen in Bearbeitung.
MySpace arbeitet Berichten zufolge an einer Überwachungssoftware, die Eltern über das Auftreten ihrer Kinder in der Online-Community Auskunft geben soll. Kritiker sprechen von "moralischer Panik".
Technisch schwierig umsetzbar
Altersverifikation über das Internet wird in den meisten Fällen über offizielle Dokumente vorgenommen. Websites, die Alkohol und Zigaretten verkaufen, überprüfen das Alter ihrer Kunden mit Hilfe ihrer Kreditkarten oder staatlichen Führerscheindatenbanken.
Auf Minderjährige sind diese Methoden jedoch nicht anwendbar, da diese weder Kreditkarten noch Führerscheine besitzen.
(pte.at)
