Staat will DT-Beteiligung reduzieren
Der deutsche Finanzminister Hans Eichel [SPD] hat Pläne der deutschen Bundesregierung bekräftigt, im kommenden Jahr weitere Anteile des Bundes an der Deutschen Telekom AG zu veräußern:
"Vor weiteren Schritten werden wir auch im Jahr 2004 sehr genau die weitere Entwicklung am Kapitalmarkt beobachten", sagte Eichel am Mittwochabend in Leipzig.
Der Bund habe bereits im laufenden Jahr nach dem Durchschreiten der Talsohle auf den Aktienmärkten das richtige Instrument zum Wiedereinstieg gewählt. Die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau [KfW] habe mit ihrer Umtauschanleihe über fünf Mrd. Euro auf DT-Aktien hohe Anerkennung auf den Märkten gefunden und Maßstäbe gesetzt.
Schwarze Zahlen für Deutsche TelekomZwei Milliarden Euro
Im Bundeshaushalt des kommenden Jahres hat Eichel rund zwei Mrd. Euro an Privatisierungserlösen eingeplant.
Nach Angaben des Finanzministeriums ist dabei vor allem an einen Verkauf von Aktien der DT und der Deutschen Post AG gedacht. In der Vergangenheit hatte der Bund seine Aktien zumeist über ein Platzhaltergeschäft an die KfW übertragen.
