29.09.2003

ANGEBLICH

EMTS-Aufsichtsrat berät über Verkauf

Der an der Schweizer Börse notierte österreichische Handy-Dienstleister EMTS Technologie AG steht möglicherweise kurz vor dem Verkauf.

Demnach soll heute in einer Aufsichtsratssitzung der Verkauf eingeleitet werden. Laut "Format" gibt es fünf Interessenten, darunter Teleplan, CRC und TRS.

EMTS-Chef Christian Rosner bestätigte den Termin der Aufsichtsratssitzung heute Nachmittag. Eine Ad-Hoc-Mitteilung nach der Sitzung schloss er nicht aus. Ansonsten wollte sich Rosner zu den Gerüchten aber nicht äußern.

Unterstützung für die Verkaufsabsichten kommt von dem mit mehr als siebén Prozent bei der letzten HV zweitgrößten EMTS-Aktionär, Thomas Streimelweger. Er wisse zwar nichts von einem Verkauf, grundsätzlich begrüße er aber die Initiative.

Ermittlungen gegen Ex-Management

Auch die Staatsanwaltschaft Salzburg hat Ermittlungen gegen das frühere Management eingeleitet. Dabei soll unter anderem auch der Verdacht auf Veruntreuung geprüft werden. Dabei soll es etwa um eine Mio. Euro als Provision für eine Akquisition in Skandinavien gehen.

Die zuständige Untersuchungsrichterin Charlotte Rohan-Achammer vom Landesgericht Salzburg bestätigte Vorerhebungen in Sachen EMTS, konnte aber keine näheren Angaben dazu machen.

Derzeit laufen Ermittlungen gegen den EMTS-Gründer und früheren Firmenchef Franz Guggenberger, den ehemaligen operativen Chef Marcel Eichmann und Ex-Finanzvorstand Christian Roitinger. Vorerhebungen sollen aber auch gegen Mitbegründer Heinz Kluppenegger und den Aufsichtsratschef Thomas Lenzinger laufen.