BBC darf On-Demand-Angebot starten

"iplayer"
30.04.2007

Die britische Rundfunkanstalt BBC wird demnächst eine Reihe von web-basierten Services für TV und Radio "on Demand" anbieten.

Das Aufsichtsgremium BBC Trust hat am Monatg nach eingehender Prüfung grünes Licht für das bereits seit Jahren geplante Projekt gegeben.

Das von der BBC iPlayer getaufte System soll es den Nutzern ermöglichen, das Programm der letzten sieben Tage herunterzuladen und für maximal 30 Tage auf dem PC zu speichern. Ein Teil der Downloads werde auch ohne Digital Rights Management [DRM] zur Verfügung gestellt.

"Der BBC iPlayer ist die Antwort auf den Wunsch nach mehr Flexibilität, wie und wann die Zuseher auf BBC-Content zugreifen. Es ist ein wichtiger Teil unserer Strategie, Einfluss und Relevanz zu behalten in einer Welt, in der die Seh- und Hörgewohnheiten sich von linear hin zu on-Demand entwickeln", erklärte die BBC in einem Statement.

Die BBC hatte im Vorjahr auch angekündigt, ihren Online-Auftritt mit Fokus auf "Web 2.0"-Anwendungen und User-generierte Inhalte wie Weblogs, Fotos, Musik und Videos relaunchen zu wollen.

Entschärfung nach kritischen Stimmen

Die BBC, die den Online-Content kostenlos zur Verfügung stellen wird, musste ihr Konzept ändern, nachdem Mitbewerber und die Regulierungsbehörde Ofcom Bedenken geäußert hatten, dass sich das Projekt nachteilig auf den Wettbewerb auswirken könnte.

Der britische Privatsender Channel 4 hatte vor sechs Monaten ein ähnliches System gestartet, das seither rund eine Million Nutzer angezogen hätte, wie der Sender am Montag bekannt gab. Insgesamt 20 Millionen Programme wurden seither online angesehen. Auch der Konkurent iTV will am Dienstag ein Breitband-Portal starten, mit Online-Content starten.

(AP)