"Cleveres" Regal und "intelligente" Waage
Auf dem vierten ECR-Kongress [Efficient Consumer Response] in Wien ermöglicht die Metro Group derzeit "einen Blick auf die Zukunft des Handels":
Mit dem Eintritt ins "Future Lab" bietet sich dem Fachpublikum ein Auszug des technisch Machbaren im Kunden- und Back-Store-Bereich. So präsentiert Metro Systeme vom "persönlichen" Einkaufsberater über eine "intelligente" Waage bis hin zum "cleveren" Regal.
Basis des Systems stellt die RFID-Technologie [Radio Frequency Identification] dar, die berührungslose Datenübertragung per Funksignal ermöglicht und den Barcode ablösen soll.
"Durch den Einsatz moderner Technologien können wir noch individueller auf die Bedürfnisse der Kunden eingehen. Auf diese Weise können wir sie stärker an uns binden und steigern unsere Umsätze. Zugleich optimieren wir Prozessabläufe und reduzieren so die Kosten", erklärte Gerd Wolfram, Projektleiter der Metro-Future-Store-Initiative.
Startschuss für den Barcode-NachfolgerNoch zu teuer
"Momentan", sagte Wolfram, "kosten die RFID-Etiketten noch zwischen 60 und 70 Cent pro Stück. Erst bei Preisen um die zwei Cent können wir uns auch einen Einsatz bei Gütern des täglichen Bedarfs vorstellen." Jedoch trage sich das System bei höherpreisigen Produkten und im Vertriebskanal bereits heute.
Der "Supermakt der Zukunft" soll neben mit RFIDs gekennzeichneten Waren aber noch weitere Spielereien aufweisen: Werbedsiplays sollen stets über "aktuelle Sonderangebote" informieren und Info-Terminals umfassende Informationen rund um die Produkte bieten. Dazu ermöglichen zentral gesteuerte Preis-Displays an den Regalen "stets aktuelle Preisauszeichnungen".
Eine "intelligente" Waage verkürzt unterdessen die Warteschlange an der Obsttheke, denn sie erkennt selbstständig, um welche Obst- oder Gemüsesorte es sich handelt.
Im "Extra Future Store" testet die Initiative, der neben Metro Intel, SAP, IBM und fast 40 weitere Unternehmen aus der IT-, Dienstleistungs- und Konsumgüterindustrie angehören, mögliche Supermarkttechnologien der Zukunft. Bis Ende des Jahres wird das Projekt noch beobachtet, ehe die Metro-Gruppe erste Entscheidungen über den Einsatz der einen oder anderen Technologie fällt.
Der "Future Store"
