Ehemaliger Qwest-Chef verurteilt
Joseph P. Nacchio drohen Haft und Geldstrafe
Nacchio, der frühere Konzernchef des US-Telekom-Konzerns Qwest Communications International, ist am Donnerstag von einem Bundesgericht in Denver [US-Bundesstaat Colorado] wegen Insiderhandels schuldig gesprochen worden, berichtete die "New York Times". Die zwölf Geschworenen befanden Nacchio wegen Insiderhandels in 19 von insgesamt 42 Anklagepunkten für schuldig.
Haft und Geldstrafe
Es ging bei dem Verfahren um den Verkauf von Qwest-Aktien im Wert von 52 Millionen Dollar im Jahr 2001. Nacchio soll auch übertriebene Finanzprognosen gemacht und die wachsenden Qwest-Probleme verheimlicht haben.
Ihm drohen je Einzelverstoß bis zu zehn Jahre Gefängnis und bis zu eine Million Geldstrafe. Das Strafmaß soll am 27. Juli verkündet werden. Ein Nacchio-Anwalt kündigte Berufung an.
Nachhall auf Bilanzskandale
Der Schuldspruch Nacchios ist der jüngste einer langen Serie von Verurteilungen amerikanischer Spitzenmanager von US-Großkonzernen wie Enron, WorldCom, Cendant und Adelphia, die in Bilanzskandale verwickelt waren.
(futurezone | dpa)
